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Zwei Gefahren

Warum ein Schrank selten für beides reicht

Ein Wertschutzschrank ist gegen Werkzeug gebaut. Seine Wände sind massiv, das Riegelwerk greift umlaufend, und die Prüfung nach EN 1143-1 misst, wie lange ein Angriff dauert. Gegen Hitze ist er dabei nicht ausgelegt: Stahl leitet sie, und im Brandfall steigt die Temperatur schneller, als Papier es verträgt.


Ein Feuerschutzschrank arbeitet umgekehrt. Sein Aufbau enthält Material, das im Brand Feuchtigkeit abgibt und den Innenraum dadurch über eine definierte Zeit unter einer Grenztemperatur hält. Diese Schicht ist weich — gegen Brecheisen hilft sie wenig.


Daraus folgt eine einfache Aufteilung. Schmuck, Uhren, Bargeld und Edelmetall gehören in den Wertschutzschrank, weil sie Hitze aushalten, aber gestohlen werden können. Urkunden, Verträge, Fotos und Datenträger gehören in den Feuerschutz, weil sie für Fremde wertlos sind und schon bei Temperaturen verloren gehen, die weit unter dem Brandherd liegen.


Wo beides in ein Gerät soll, gibt es Bauformen mit innenliegendem Feuerschutzfach. Das ist ein tragfähiger Kompromiss für kleinere Mengen — es ersetzt aber nicht die Entscheidung, sondern verschiebt sie nur nach innen.

Tresor Serien

Unsere Tresore für Privatpersonen

ATLAS Standard

Wertschutz

Widerstandsgrad:

IV (EN 1143-1)

Feuerschutz:

30 Min (LFS30P)

16 Größen

Kostenlos & unverbindlich

Persönliche Beratung

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Rick Böttcher
Tresor-Experte

Versicherung

Was Ihre Hausratversicherung ersetzt, hängt am Schrank

Hausratpolicen begrenzen die Entschädigung für Wertsachen doppelt: einmal insgesamt, meist über einen Anteil der Versicherungssumme, und einmal je Gruppe. Für Bargeld und für Schmuck gelten dabei deutlich niedrigere Grenzen, solange die Sachen frei in der Wohnung liegen.


In einem anerkannten Wertschutzschrank steigen diese Grenzen. Anerkannt heißt in den meisten Bedingungswerken: geprüft nach EN 1143-1 durch die VdS Schadenverhütung oder eine gleichwertige Prüfstelle — und freistehend mit einem Mindestgewicht von rund 200 Kilogramm.


Oberhalb eines bestimmten Wertsachenanteils in der Wohnung staffeln viele Versicherer zusätzlich nach Widerstandsgrad: Je höher die Einstufung des Schranks, desto höher die Summe, die er tragen darf. Tresore für Privatpersonen sind damit keine Frage des Geschmacks, sondern eine Rechengröße in Ihrem Vertrag.


Wiegt das Gerät weniger, tritt an die Stelle des Gewichts die Befestigung. Dann muss es nach Herstellervorgabe fachmännisch verankert oder bündig in Wand oder Fußboden eingelassen sein. Für die meisten Privathaushalte ist das der übliche Weg, denn 200 Kilogramm sind im Wohnungsbau selten eine bequeme Größe.


Deshalb unser Rat vor jedem Kauf: Schlagen Sie in Ihren Versicherungsbedingungen den Abschnitt zu Wertsachen nach und notieren Sie die geforderte Anerkennung und Einstufung. Mit diesen zwei Angaben lässt sich in fünf Minuten klären, welches Gerät Ihre Deckung tatsächlich erhöht — und welches nur Platz verbraucht.

Der Inhalt

Was tatsächlich hineingehört

Die Größe eines Tresors ergibt sich selten aus dem Wert, fast immer aus vier Gruppen, die sich im Platzbedarf stark unterscheiden.

Schmuck & Uhren

Brauchen wenig Volumen, aber flache Teilung. Eine Schublade mit Einsatz schlägt jedes große Fach.

Bargeld & Edelmetall

Barren und Münzen wiegen mehr als erwartet. Fachböden müssen die Last punktuell tragen.

Urkunden & Verträge

Gehören liegend im Feuerschutz verwahrt. Der Platzbedarf wächst über die Jahre stetig.

Datenträger & Zugänge

Festplatten, Sticks und notierte Wiederherstellungscodes. Vertragen deutlich weniger Hitze als Papier.

Die vierte Gruppe wird regelmäßig vergessen und ist inzwischen oft die wertvollste. Wer Kryptowährungen hält oder seine Konten mit Wiederherstellungscodes absichert, hat diese Codes irgendwo notiert — und für sie gilt derselbe Grundsatz wie für ein Sparbuch.

Aufstellort

Wohin der Tresor in einer Wohnung gehört

Nicht ins Schlafzimmer. Es ist der erste Raum, den ein Einbrecher durchsucht, und der Kleiderschrank darin ist kein Versteck, sondern eine Adresse. Besser sind Räume, die niemand mit Wertsachen verbindet: Abstellraum, Hauswirtschaftsraum, Keller.


Zwei bauliche Punkte entscheiden mit. Ein verankertes Gerät braucht einen tragfähigen Untergrund — Beton oder Mauerwerk halten, eine Leichtbauwand aus Gipskarton hält nicht. Und in Altbauten mit Holzbalkendecken ist die Traglast früher erreicht, als es der Grundriss vermuten lässt.


Beides prüfen wir vor der Lieferung, weil es die Bauform öfter bestimmt als der gewünschte Innenraum. Ein Gerät, das im Keller auf der Bodenplatte steht, kann schwerer ausfallen als eines, das im zweiten Obergeschoss an eine Wand soll.

Einbau

Freistehend, im Möbel oder in der Wand

Der freistehende Schrank ist die einfachste Lösung und die flexibelste: Er lässt sich verankern, später lösen und bei einem Umzug mitnehmen. Sichtbar ist er allerdings auch — und alles, was sichtbar ist, wird gefunden.


Der Einbau in ein Möbel löst das ohne Bauarbeiten. Ein Gerät im Unterbau einer Kommode oder im Sockel eines Einbauschranks verschwindet vollständig, bleibt bequem erreichbar und nimmt keinen zusätzlichen Stellplatz weg.


Bündig in Wand oder Boden eingelassen bietet den besten Schutz gegen Wegnahme und erfüllt zugleich die Befestigungsanforderung Ihrer Police. Das setzt eine tragende Wand oder einen Estrichaufbau mit ausreichender Höhe voraus, weshalb dieser Weg in der Planungsphase eines Umbaus am günstigsten ist.


Weil wir selbst fertigen, entstehen Korpusmaße nach Ihrer Nische statt nach einer Standardabmessung. Im Altbau ist das häufig der entscheidende Punkt, wenn eine vorhandene Aussparung genutzt werden soll.

Zugang

Wenn Sie den Code vergessen

Über diesen Fall spricht kaum jemand beim Kauf, und er ist der häufigste Grund für eine Notöffnung: Der Inhaber ist im Krankenhaus, verreist oder verstorben, und niemand sonst kennt die Kombination. Der Tresor tut dann genau das, wofür er gebaut wurde — gegen die eigene Familie.


Vorsorgen lässt sich auf drei Wegen. Ein Doppelbartschloss arbeitet mit Schlüsseln, von denen einer bei einer Vertrauensperson oder im Bankschließfach liegt. Ein elektronisches Schloss erlaubt einen zweiten Benutzercode, der nur für diesen Fall vergeben wird. Und beide Varianten lassen sich mit einer Hinterlegung beim Notar verbinden.


Welcher Weg passt, hängt weniger von der Technik ab als von Ihrer Familiensituation. Wir sprechen das beim Beratungsgespräch an, weil es sich später nicht nachholen lässt — eine Notöffnung ohne Zugangsdaten ist aufwendig und beschädigt das Gerät regelmäßig.

 

Fragen und Antworten

Häufige Fragen zu Tresoren für Privatpersonen

In aller Regel ja. Die meisten Hausratbedingungen erkennen einen freistehenden Wertschutzschrank erst ab einem Gewicht von rund 200 Kilogramm an. Liegt das Gerät darunter, muss es nach Herstellervorgabe fachmännisch verankert oder bündig in Wand oder Fußboden eingelassen sein. Für Privathaushalte ist die Verankerung deshalb der übliche Weg.

Nur eingeschränkt. Er ist gegen Werkzeug ausgelegt und nicht gegen Hitze, und Stahl leitet Wärme sehr gut. Papier und Datenträger gehören deshalb in einen Feuerschutzschrank oder zumindest in ein innenliegendes Feuerschutzfach. Schmuck, Münzen und Edelmetall vertragen Hitze dagegen und sind im Wertschutzschrank richtig aufgehoben.

Größer, als die erste Schätzung ausfällt. Schmuck braucht wenig Raum, Urkunden und Ordner wachsen über die Jahre, und Edelmetall verlangt tragfähige Fachböden statt Volumen. Wir gehen den Inhalt im Gespräch durch und legen den Innenraum mit Reserve aus, damit später nichts daneben liegen bleibt.

Nicht im Schlafzimmer, denn es ist der erste Raum, den ein Einbrecher durchsucht. Besser geeignet sind Abstellraum, Hauswirtschaftsraum oder ein trockener Keller. Entscheidend ist außerdem der Untergrund: Beton und Mauerwerk tragen die Verankerung, eine Gipskartonwand trägt sie nicht, und Holzbalkendecken begrenzen das zulässige Gewicht.

Dann wird eine Notöffnung nötig, und die ist aufwendig und beschädigt das Gerät regelmäßig. Vorsorgen können Sie mit einem Doppelbartschloss, dessen Zweitschlüssel bei einer Vertrauensperson liegt, oder mit einem zweiten Benutzercode für genau diesen Fall. Beides lässt sich mit einer Hinterlegung beim Notar verbinden.

Ja. Wir liefern in neutralen Fahrzeugen, ohne Beschriftung am Gerät und nach Absprache zu Zeiten, in denen wenig Betrieb im Haus ist; die Verpackung nehmen unsere Monteure wieder mit. Vorab klären wir Haustür, Treppenhaus, Aufzug und Türbreiten, damit am Termin selbst nichts improvisiert werden muss.