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Das Risiko

Warum ein Akku anders brennt als alles andere im Lager

Propagation

Die Hitze der ersten Zelle bringt die Nachbarzelle zum Durchgehen, diese die nächste. Aus einem defekten Akku wird die gespeicherte Energie eines ganzen Regals.

Toxische Gase

Bei jedem Akkubrand entsteht unter anderem Flusssäure — hochgiftig, weshalb die Feuerwehr nur unter Atemschutz arbeitet. Der Rauch gefährdet Menschen in Bereichen, die das Feuer nie erreicht.

Druckentwicklung

Die Reaktion verläuft heftig und setzt brennbare Gase frei. Ein geschlossener Raum ohne definierte Entlastung ist dabei das Problem, nicht die Lösung.

Der Prüfstandard

VDMA 24994: was tatsächlich geprüft wird

Sie ist verpflichtender Teil des Einheitsblatts und der eigentliche Kern: Der Schrank muss das volle Energiepotenzial seines Inhalts nach außen beherrschen. Klassifiziert wird dabei nicht in Minuten, sondern über die gespeicherte Energie in Wattstunden. Das Einheitsblatt legt damit auch fest, wie viel Energie Sie in einem geprüften Schrank überhaupt lagern dürfen — eine Zahl, die vorher niemand sauber nennen konnte.

Sie ist optional und verfolgt ein anderes Ziel: Ein Brand im Raum soll nicht auf die Akkus im Schrank übergreifen, die sonst als Brandbeschleuniger wirken würden. Diese Prüfung ist an DIN EN 14470-1 angelehnt, bekannt von Sicherheitsschränken für brennbare Flüssigkeiten, und arbeitet mit den klassischen Zeitklassen von 30, 60 oder 90 Minuten.

Die Ausbreitung innerhalb des Schranks muss begrenzt werden, etwa durch Dämmung zwischen den Lagerebenen. Und es definiert das maximal zulässige Lagervolumen beziehungsweise die maximale Energie — die Grenze, ab der ein Schrank nicht mehr die richtige Lösung ist.


Für die Praxis heißt das: Ein Schrank mit Angabe „O 60“, aber ohne Innenprüfung, schützt den Schrankinhalt vor dem Raum — nicht den Raum vor dem Schrankinhalt. Achten Sie auf beide Werte.

Die Abgrenzung

Akkuschrank, Gefahrstoffschrank, Brandschutzbox — nicht dasselbe

Gefahrstoffschrank

Nach DIN EN 14470-1 — entwickelt für brennbare Flüssigkeiten. Er hält Feuer von außen ab. Ein Akkubrand im Inneren ist nicht sein Prüffall.

Brandschutzbox oder Akkusack

Für einzelne kleine Akkus, Transport und Zwischenlagerung. Günstig, aber ohne Ladefunktion und ohne geprüfte Energiegrenze.

Dokumenten- & Datensicherungsschrank

Nach EN 1047 — hält die Innentemperatur niedrig, um Papier oder Datenträger zu schützen. Die Prüflogik läuft genau umgekehrt zum Akkufall.

Akkuschrank

Nach VDMA 24994 — der einzige Schranktyp, dessen Prüfung den Brand im Inneren abbildet, inklusive Propagation und Gasfreisetzung.

Die Lösung

Batrea: lagern und laden im selben Schrank

Der Überblick

Die Lösungen im direkten Vergleich


Brandschutzbox Gefahrstoffschrank
Akkuschrank VDMA 24994
Prüffall
keine einheitliche Prüfung
Feuer von außen
Batteriebrand von innen, optional außen

Grundlage

herstellerabhängig
DIN EN 14470-1
VDMA 24994:2024-08
Klassifizierung
—
30/60/90 Minuten
innen in Wh, außen in Minuten
Laden möglich nein
nicht vorgesehen
ja, geprüft
Propagationsschutz nein
nein
gefordert
Aktive Technik nein
selten Rauch, Temperatur, Notabschaltung
Typischer Einsatz einzelner Akku, Transport
Lacke, Lösemittel
Werkstatt, Lager, Fuhrpark

Die Einsatzbereiche

Für wen sich die Batrea-Reihe eignet

Flottenbetreiber und Logistik

Fahrzeug- und Flurförderzeugakkus, die im Mehrschichtbetrieb geladen werden.

Werkstätten, Händler und Dienstleister

Akkuwerkzeug und E-Bike-Akkus, oft in großer Zahl und auf engem Raum.

Industrie und Energieversorger

Prüf-, Ersatz- und Speicherakkus mit hoher Energiedichte.

Öffentliche Einrichtungen & Behörden

Einsatzgeräte, die jederzeit geladen und  verfügbar sein müssen.

Die ENtscheidung

Welcher Schutz passt zu Ihrem Betrieb?

Wie viel Energie lagern Sie tatsächlich?

Nicht die Anzahl der Akkus entscheidet, sondern die Summe ihrer Wattstunden. Das ist die Größe, über die das Einheitsblatt klassifiziert — und der erste Wert, den wir im Gespräch zusammenrechnen.

Wird im Schrank geladen?

Wenn ja, brauchen Sie einen Schrank, dessen Prüfung das Laden einschließt, plus eine Notabschaltung. Ein reiner Lagerschrank mit nachträglich eingelegter Steckdosenleiste ist keine geprüfte Lösung — und im Schadensfall ein Problem.

Wo steht der Schrank?

Im Gebäude zählt vor allem die Innenprüfung, weil der Brand im Schrank Ihre Belegschaft gefährdet. Grenzt der Standort an andere Brandlasten, kommt der Außenschutz in 30 oder 60 Minuten dazu. Steht er im Fluchtweg, ist die Gasabsaugung keine Option, sondern Voraussetzung.

Was verlangen Versicherer und Behörde?

Hier gibt es keine pauschale Antwort — die Anforderungen hängen vom Betrieb, der Menge und dem Gebäude ab. Wir gehen das vor der Angebotserstellung mit Ihnen durch, damit die Lösung zum Nachweis passt und nicht umgekehrt.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu feuerfesten Akkuschränken

Ein Schrank, der Lithium-Ionen-Akkus so lagert und lädt, dass ein Brand im Inneren den Raum nicht erreicht. Geprüft wird das nach dem VDMA-Einheitsblatt 24994 mit einem echten Batteriebrand, nicht mit einer Ofenprüfung.

Die Innenprüfung (I) ist verpflichtend: Einzelne NMC-Zellen werden in den Thermal Runaway getrieben, der Schrank muss das Energiepotenzial beherrschen. Klassifiziert wird über die gespeicherte Energie in Wattstunden. Die Außenprüfung (O) ist optional, an DIN EN 14470-1 angelehnt und arbeitet mit 30, 60 oder 90 Minuten.

Nein, es ist ein VDMA-Einheitsblatt, also ein Prüfstandard der Branche. Erschienen im August 2024, erarbeitet von Herstellern, Prüfinstituten, Versicherern und Behörden.

Ja, wenn der Schrank dafür geprüft und mit einer eigenen Stromversorgung ausgestattet ist. Eine Mehrfachsteckdose in einem Lagerschrank erfüllt das nicht.

Nein. Ein Gefahrstoffschrank nach DIN EN 14470-1 schützt den Inhalt vor einem Brand im Raum. Beim Akku kommt die Gefahr aus dem Schrank — dieser Fall ist dort nicht geprüft.

Ausschlaggebend ist nicht die Stückzahl, sondern die zulässige Gesamtenergie in Wattstunden, die das Einheitsblatt je Prüfung festlegt. Wir rechnen Ihren Bestand dafür einmal durch.

Eine sich selbst verstärkende chemische Reaktion in der Zelle. Sie erzeugt ihre eigene Wärme und lässt sich nicht durch Kühlen stoppen, bevor sie abgelaufen ist. Deshalb geht es beim Akkuschrank um Eingrenzen, nicht um Löschen.

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